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Geloggtes Herumgegurke

Nachdem ich am Samstag nach Feierabend nach Hause geradelt war, hatte ich mal wieder vergessen, die App abzuschalten, mit der ich meine Fahrten immer logge. Den ganzen Sonntag zu Hause ist nicht nennenswert viel in der Aufzeichnung passiert und am Montag war ich stundenlang im Auto mit meiner Mutter zu den unterschiedlichsten Terminen unterwegs. Dass die Adidias-Running-App noch lief, fiel mir dann erst am Dienstag Morgen auf, als ich wieder zur Firma fahren wollte.

Mit dem Rad wäre das buchstäblich eine sportliche Leistung gewesen. Ich habe die Fahrt dann natürlich in der App gelöscht, um meine schönen Daten nicht zu verfälschen, aber natürlich nicht ohne noch einen Screenshot davon zu machen. :-)


Ein beliebiger Yogi-Tee-Aufsteller

In unserer letzten Bestellung bei einem unserer Lieferanten für Naturkostprodukte hatte ich in der E-Mail noch folgenden Satz geschrieben: "Wenn möglich, bitten wir um Lieferung eines Displays Yogi-Tea." Yogi-Tee läuft bei uns immer und die konkreten Sorten waren mir relativ egal.

Dass "ein Display" recht schwammig formuliert ist, wusste ich natürlich. Es gibt viele unterschiedliche Aufsteller in verschiedenen Sortierungen und Größen. Welches genau, war mir egal. Die Produkte verkaufen wir hier auf jeden Fall, daher lag meine Priorität darauf, überhaupt ein Display zu bekommen. Sollte sich der Mitarbeiter doch einen Artikel würfeln.

Am nächsten Tag klingelte hier in der Firma das Telefon, Anhand der Vorwahl erkannte ich bereits, wer da anrief. Statt wie gewohnt meldete ich mich einfach mich: "Ach, schickt einfach irgendein Yogi-Display, passt schon."

Den Gesichtsausdruck am anderen Ende der Leitung hätte ich zu gerne gesehen, denn genau deshalb hatte er angerufen. Wir konnten uns dann aber konkret auf einen bestimmten Pappaufsteller einigen. :-)

Einverständniserklärung zur Videoüberwachung

Diese Textvorlage habe ich meinen Nachbarn zukommen lassen, die sie mir unterschrieben und gestempelt (und natürlich um ihre richtigen Kontaktdaten ergänzt) zukommen lassen werden. Das Schreiben kommt dann in unseren Datenschutz-Ordner zum Kameraprotokoll für die Kamera auf dem Hof und dann sollte auch das sauber erledigt sein.

Hiermit erkläre ich,

[Kontaktdaten / Anschrift Moschee]

mich damit einverstanden, dass durch die auf dem Grundstück

EDEKA-Markt Björn Harste,
Neustädter Frischmarkt e. K.
Gastfeldstr. 29-33
28201 Bremen
Standort: Innenhof / Zufahrt Kantstraße 98

betriebene Videoüberwachungsanlage im Außenbereich auch Teile meines Grundstücks erfasst werden.

Ich wurde darüber informiert,

· dass die Videoüberwachung ausschließlich zu Zwecken der Objektsicherung erfolgt,
· dass die Aufnahmen nicht unbefugt an Dritte weitergegeben werden und
· dass die Verarbeitung der Daten im Einklang mit den geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen (insbesondere DSGVO und BDSG) erfolgt.

Mir ist bekannt, dass ich dieses Einverständnis jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen kann.
Wenn das so nicht ausreicht, dann weiß ich auch nicht. :-)

Eine Flasche in roter Tasche

Während seines Einkaufs konnte sich ein Mann zwischendurch zunächst nicht entscheiden, ob er eine oder zwei Flaschen Alkohol benötigt. Er nahm zwar erst zwei Flaschen aus dem Regal, stelle eine jedoch wieder zurück.

Die in der Tasche verbliebene fand letztendlich nicht den Weg mit den Waren aus dem Einkaufskorb auf das Kassenband – und wurde dem angehenden Ladendieb schließ durch die angebrachte Warensicherung (aka "Flaschenzippel") zum Verhängnis.

Der Mann versuchte zwar, sich herauszureden, war dabei aber friedlich. Schließlich folgten die obligatorische Anzeige und der Hinweis, dass er ab sofort eine neue Einkaufsstätte aufsuchen muss.


KI-Spaß mit Gregor und Björn (38)

Den 100% klimaneutralen Supermarkt hatte Gregor mir eines Tages geschickt. Ganz abwegig ist das wohl nicht. Wer nicht gerade auf einem Bio-Bauernhof mit entsprechender Infrastruktur (Verwendung nur regenerativer Energie) kauft, is(s)t wohl niemals 100% klimaneutral …


Herabgeblickt

Ein Kollege kam etwas kleinlaut ins Büro und beichtete, dass er, als er die Toilettenpapiervorräte auf das Kühlregal gestapelt hat, versehentlich eine Kamera touchiert hat. Abgerissen ist sie nicht, aber sie guckt jetzt nach unten.

Ist so zwar schon eine recht interessante Aussicht, hilft uns aber auch nicht nennenswert bei der Prävention von Ladendiebstählen weiter. ;-)


ParkControllverlust24

Eine meiner Kolleginnen hat Post bekommen von der super seriösen Firma "ParkControl 24": Ihr wird vorgeworfen, ca. 10 Minuten auf einem Parkplatz gestanden zu haben, eine von außen erkennbare Ausschilderung war nicht vorhanden – wofür sie 145 Euro bezahlen soll. Sie stand auch tatsächlich auf dem Parkplatz, den Kassenbon des Geschäfts, das dort ansässig ist, hat sie jedoch nicht mitgenommen.

Wir haben über die Website von PC24 Widerspruch eingelegt. Das ist schon ein Abenteuer für sich, denn nach jedem (!) Klick kam die Meldung, dass man damit keinen Erfolg haben wird und dass es günstiger ist, sich direkt auf die Forderung einzulassen. Am Schluss konnten wir noch einen "Nachlass" bekommen (Exakt 0 Euro), der aber nur 5 Minuten gewährt wurde. Wie auf vielen anderen unseriösen Websites auch lief ein Countdown ab, um den abgezockten Kunden schnell zu einer Zahlung zu bewegen.

Noch haben wir keine Rückmeldung bekommen und sind gespannt.

Zwei Gedanken habe ich noch zu dieser Firma:

1. Sie werben damit, dass auch die Edeka Kunde bei ihnen sei. Ich habe mal bei uns im Vertrieb angeregt, ausdrücklich vor einer Zusammenarbeit mit diesem Unternehmen zu warnen, falls einzelne Edekaner diese Art der "Parkraumbewirtschaftung" in Anspruch nehmen sollten. Das wirft ein schlechtes Licht auf den Unternehmensverbund.

2. Ganz interessant waren die "Beweisbilder", die sich die Kollegin hochauflösend herunterladen konnte: Darauf zu sehen ist viel öffentlicher Raum rund um den Parkplatz und vor allem die Kennzeichen der anderen dort gerade parkenden Fahrzeuge. Ist bestimmt interessant, diese der entsprechenden Behörde mal mit dem Hinweis auf die DSGVO zukommen zu lassen. ;-)


Was wollt ihr denn?

Im Juni startet die Fußball-WM, überall werden Produkte passend zu diesem Thema ausgerollt. Ich bin eigentlich überhaupt kein Fan mehr von derart thematisierten Artikeln, zumal die bei uns erfahrungsgemäß nicht nennenswert besser, wenn nicht sogar schlechter, als die unfußballisierten, regulären Produkte laufen.

Nur bei den Maoam-Krachern musste ich einfach zuschlagen. Die laufen bei uns wirklich immer – und in den schwarz-rot-gelb gestalteten Tüten ist sogar eine Sorte drin, die man ansonsten nicht findet: Schwarze Johannisbeere.

Und NOTFALLS verleibe ich mir die nach und nach selber ein. Dauert natürlich eine Weile, aber ich würde sie früher oder später schaffen. Also falls sie zum Ladenhüter werden sollen, würde ich es nicht zugeben. ;-)


Eddieday (15)

Eigentlich durfte unser Dicker (wobei er ja nie fett war) nicht auf den Esstisch. Aber er wollte doch immer nur bei uns sein. So wie hier, knapp zwei Jahre vor seinem Tod. :-(


Die Kundin, die keine Kundin wurde – aber ja!

Eine Frau sprach einen Kollegin an, weil sie schon eine weile nach unseren vermeintlichen Eigenmarken-Produkten suchte: "Entschuldigung, ich finde überhaupt keine ja!-Produkte, können Sie mir weiterhelfen?"

Er konnte und klärte sie darüber auf, dass wir kein REWE-Markt sind und daher mit der hauseigenen Eigenmarke der REWE auch nicht dienen können. Und er erklärte ihr, dass wir die "gut & günstig"-Produkte der EDEKA hier in den Regalen stehen haben.
Damit wurde sie jedoch nicht glücklich, da sie ein paar ganz bestimmte Artikel suchte, die es in der Form wohl nur von "ja!" gibt. Ja, dann eben nicht.

Der ahnungslose Chef

Ich weiß aus anderen Betrieben (egal in welcher Branche), dass die Mitarbeiter so reden und auch wir hier hatten schon Kollegen im Team, die diese Ansicht vertreten haben: Der Chef macht nie was, der Chef hockt immer nur im Büro, der Chef telefoniert lieber statt zu arbeiten, der Chef kümmert sich um nix und sowieso hat der Chef keine Ahnung was im Betrieb läuft.

Darüber braucht man mit den Leuten aber auch nicht zu diskutieren. Wer ernsthaft dieser Meinung ist, wird sich davon nicht abbringen lassen. Dass der Chef derjenige ist, der den Laden seit Jahren oder Jahrzehnten am Laufen hält, wird dabei nämlich gerne unter den Teppich gekehrt. Dass der Chef auch derjenige ist, der nicht nach seinem Nine-to-Five-Job pünktlich nach Hause fährt und sich dann bis zum nächsten Arbeitstag um nichts mehr zu kümmern braucht, sehen viele nicht. Eine eigene Firma ist immer im Kopf präsent, es geht schließlich um die eigene Existenz und mit dem Fortbestehen der Firma natürlich auch um die Verantwortung für die Arbeitsplätze der Mitarbeiter.

Was dabei nämlich oft vergessen wird: Rechnungen bezahlen sich nicht von alleine, Personalpläne schreiben sich nicht magisch über Nacht und das Finanzamt Bremen akzeptiert die Ausrede vermutlich nicht, dass ich lieber Regale einräumt habe.

Eigentlich müsste man jedem, der so redet, ein Startkapital in die Hand drücken mit den Worten: "Na, dann mach mal besser!"
Ich glaube, das würde so manchen Zeitgenossen hinsichtlich der Wahrnehmung unterschiedlicher Arbeitsleistungen schnell wieder auf Werkseinstellung zurücksetzten – und zwar schneller, als die erste Umsatzsteuervoranmeldung fällig ist. Da machen dann nämlich viele schon die ersten dicken Backen.

Keller, Vorher, Nachher, Zwischenschritt

"Maschinenraum" … Früher [tm] standen dort die vielen Kältemaschinen, noch früher war die Technik noch viel wilder. Inzwischen sind die "Maschinen" auf die Pumpenstation für unsere Vento-Kühlregale und die beiden kompakten Quader mit der Technik für die beiden Kühlregale (auf den Bildern links im Vordergrund zu erkennen) reduziert.

Eigentlich soll da auch gar nichts anderes stehen. Zum einen ist das unnötige Brandlast und zum anderen möchte auch ab und zu der eine oder andere Handwerker an die eine oder andere Technik rankommen, ohne sich durch einen Haufen Zeugs wühlen zu müssen. Dann gibt es da noch ein großes Aber: Wir. Haben. Keinen. Platz. Also nimmt man die Fläche, die man hat und stellt sie voll.

Wie so oft passiert das mal eben schnell zwischendurch und die Dinge, die abstellen möchte, werden dann auch wortwörtlich nur abgestellt. Da wo es gerade passt und wenn es ohnehin keine Grundordnung gibt, macht es das nicht besser. Schon lange nicht mehr, aber noch während ich angefangen hatte, die beiden Lüftungsöffnungen zuzumauern, sah es da unten ziemlich wild aus:



Ein Regal steht auf beiden Bildern schon an der Wand hinter der Pumpenstation, ein weiteres soll noch folgen. Dort hinein kommen dann Kleinteile und Behälter. Unnötiges Material kommt weg, eine Werkbank als kleinen Arbeitsplatz möchte ich dort unten noch aufstellen und wenn ich irgendwann mal die Lüftungsöffnungen vollständig verputzt habe und die Wände weiß gestrichen sind, dann kommt an die Wand auch noch ein Regalsystem.

Bis dahin müssen aber noch alte Leitungen und Rohre demontiert werden, die aus Wänden und Decke gucken, alles irgendwie parallel zum Tagesgeschäft und mit dem Motivations-Damoklesschwert, dass das alles nicht zwingend notwendig für unseren Geschäftsbetrieb hier ist.

Aber, ja, es soll und muss gemacht werden, auch wenn es so schon deutlich besser aussieht. In einem nächsten Schritt kommt das Regal hinter der Pumpenstation erst einmal wieder weg, da dort die Zuleitung für die "Wall-Box" gelegt werden muss.


Lustige Strichcodes – 800

Diesen Strichcode hat Honza auf einer Packung Weizenmehl der Marke Babiccina volba ("Omas Wahl") entdeckt. Passenderweise sind Getreideähren darauf abgebildet, die sich, ganz ungewöhnlich für einen Strichcode, im inneren der Striche verstecken und nicht oben herauswachsen …

Vielen Dank für die Zusendung. :-)


Links 805

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Mit Laserstrahlen gegen Unkraut auf einem Acker in Datteln

Wir kochen eine 2000-jährige Pizza aus Pompeji – und es ist der HAMMER

Leichter Regen und die Außenkamera

Praktisch: Ich brauche keine Wetter-App und auch keinen Blick aus dem Fenster mehr, um herauszufinden, wie es draußen gerade aussieht.

Leichter Regen macht sich zum Beispiel, bei Dunkelheit, durch dünne helle Streifen bemerkbar, die schnell durch das Bild huschen: